01.01.2009

Ein gemütlicher Tag. Ein tödlicher Tag - für andere.

Der Ministerpräsident von Thüringen ist beim Skifahren mit einer Frau zusammen gestoßen. Er überlebte schwer verletzt, sie starb. Wie schnell sind Skifahrer?

Abends machten meine Kinder und ich Schnittchen, wie in alten Zeiten!

Frohes neues Jahr!

 

02.01.2009

Was steckt alles in einem Antibiotikum? Früher gab es nicht so viele Nebenwirkungen, wie heute.
Um meinen Infekt los zu werden, der mich schon seit 10 Tagen quält, habe ich mir Tabletten verschreiben lassen. Im Beipackzettel stand: Im aufrechten Zustand während der Mahlzeit mit viel Flüssigkeit einnehmen. Ich hatte keinen Hunger und nahm leichte Magenschmerzen in Kauf. Die stellten sich auch nach 10 min. ein. Worauf ich nicht vorbereitet war, war, dass ich nach 20 min. sterben wollte, so schlecht war mir. Nach dem ich mich erleichtert hatte und ein Brot zu mir genommen habe, ging es mir besser.

 

03.01.2009

Mir ist eine Idee für ein weiteres Projekt eingefallen. Ein Barbiehaus, das im ersten Teil in rosa angesprüht wird (inkl. Möbel). Das sybolisiert die Kindheit. der zweite Teil wird vollkommen schwarz: dies stellt die Pubertät dar. Der letzte Teil geht von grau allmählich in bunt über: das Erwachsensein.

 

04.01.2009

Oberhof:
zweieinhalb Stunden hin - Essen - 1 Stunde Warteschlange - 1, 06 min. Ice-Rafting - 5 Stunden im Auto zurück. 100 km stockender Verkehr, bzw. Stau wegen Störungen. Welche Störungen?

Ein kluger Satz:
Man macht keine Fehler, nur Erfahrungen.

 

05.01.2009

Schnee.

Mein Sohn hat es wieder einmal geschafft: Nach einer Schlittentour kam er mit seinem Freund klatschnass nach Hause. "Ich bin aus Versehen in den Bach gefallen!"

 

06.01.2009

Heilige drei Könige.

Wir haben das Haus verrammelt. Rekordkälte: in der Nacht sollen es bis zu -18 Grad Celsius werden. Im Haus ist es nicht kalt, aber nicht so warm wie sonst.

 

07.01.2009

Leben im Dunkeln. Die Klappläden im Erdgeschoss habe ich heute nicht geöffnet, damit die Wärme bleibt. Es waren tatsächlich -18 Grad heute Nacht.

 

08.01.2009

Es wäre einfach eine Bank zu überfallen: Ich gehe an einer kleinen Bankfiliale vorbei und sehe eine junge Frau den Boden wischen. An sich nichts besonderes. Aber - nicht nur die vorderste Eingangstür steht auf, sondern auch die Tür der Trennwand, die den Vorraum zum inneren Raum trennt. Man bräuchte nur in einem günstigen Moment durch zu schlüpfen und schon könnte man gemütlich auf den ersten der Bankangestellten am Morgen warten und ihn als Geisel nehmen.

Israel unter Beschuss von Libanon.

 

09.01.2009

Tannenbaum entsorgt.

An der Börse ist kein schnelles Geld zu verdienen:
Wieder Kurssturz bei den Banken. Commerzbank wird teilprivatisiert weil sie nicht genug Geld hat, um die gekaufte Dresdner zu übernehmen. Die Deutsche Bank übernimmt Postbank, die eine schlechte Bilanz veröffentlicht hat. Ist sie nun auch so weit, um Hilfe zu bitten?

In USA nun offiziell Rezession. Hier berichten sie im Fernsehen sehr kontrovers: einerseits über Harz4-Empfänger, andererseits über Robinson Clubs, die keinen Rückgang der Kunden sehen.

Verrückt:
Mädchen lässt sich 20 Ringe in den Rücken piercen, um ein Band ein zu ziehen - wie eine Corsage. Meine Tochter findet es cool, ich finde es hässlich.

 

10.01.2009

Kulturfernsehen:
Charlie Chaplin - Hitler - Helnwein. Was haben die drei gemeinsam? Sie beschäftigten sich mit Krieg, sie waren, bzw. sind, reich. Interessante Reportagen! Warum werden sie nur so spät in der Nacht gesendet?

 

11.01.2009

Sportprogramm: Den letzten Tag der Winterferien habe ich ausgiebig vor dem Ferseher gefeiert. Spannung pur im Wintersport - und viele deutsche Sieger.

 

12.01.2009

Und sie kann es doch: Deutsch 2-, GL 2+.

Schnäppchenjagd im Möbelmarkt.

 

13.01.2009

Konjunkturpaket II verabschiedet. Für den Bürger fast eine Nullnummer.

Sie sehen aus wie Engel, wenn sie schlafen. Mein Sohn wollte wieder einmal in Papas Bett schlafen.

 

14.01.2009

Diamanten aus Tequila. Vorerst nur zur Beschichtung für Computerplatinen u. ä.

Die Deutsche Bank hat die Krise doch getroffen. Wir wussten es alle, nun ist es raus. 4,8 Mil. Euro Verlust in 2008. Und was hat sich Herr Ackermann einfallen lassen, um nicht auf den größten Teil seines Gehalt verzichten zu müssen? Er beteiligt nicht direkt den Staat zu 8% an seinem Unternehmen, sondern die deutsche Post AG (also den Staat indirekt). Ich fand ihn schon immer klever: den Wolf im Schafsfell.

 

15.01.2009

Der übliche chaotische Tagesablauf einer Mutter mit zwei schulpflichtigen Kindern:

Meine Tochter blieb krank im Bett und ich musste wichtige Anmeldungen in der Schule abgeben (angeblich letzter Termin). Dort angekommen erfuhr ich, dass Passbilder, Lebenslauf und Zeugniskopien bis Montag noch nachgereicht werden müssen. Ich dachte, die Schule bräuchte die Formulare nur, um Ihre Empfehlung darauf zu setzen. Also suche ich nach den letzten zwei Zeugnissen (eins fehlt immer noch).
Mein Sohn kommt aus der Schule und will eine Stunde später zum Sport. Vorher essen und Hausaufgaben machen. Ich stelle fest, dass ich einen Termin bei der Augenärztin habe: zur selben Zeiten, wie mein Sprössling Sport! 1. Spurt.
Rechtzeitig komme ich aus der Praxis, um mir einen Kaffee zu machen - wohlgemerkt "zu machen", denn zum Trinken komme ich nicht, weil ich meinen Sohn wieder abholen muss. Also muss ich meine Tochter antreiben, weil ich sie bei unserem Hausarzt abliefern will.
Sie aber möchte vorher zu einer Freundin gefahren werden, um dort Hausaufgaben ab zu holen. Blitzschnell löse ich das Problem und blitzschnell ziehe ich meine Schuhe an. Dann starte ich zum 2. Spurt.
Nach dieser Runde trinke ich meinen kalten Kaffee und mache endlich Pause.
Um Geld zu sparen, durchforste ich sämtlich Bilder diesen Jahres von meiner Tochter, finde eines und korrigiere es leicht, um fest zu stellen, dass es doch besser ist, sie zum Fotografen zu schicken. Das Zeugnis ist immer noch verschollen.

 

16.01.2009

Ein Traum bleibt im Gedächtnis:

Die Polizei verfolgt mich durch ganz Frankreich. Ich hatte diesen Traum schon einmal. In der Geschichte weiss ich, dass ich träume und kann diesen Traum beenden. Die Bedeutung bleibt mir verborgen.

 

17.01.2009

Die Jagd nach dem Phantom:

Ich ging mit meiner Tochter zum Fotografen. Auf dem Rückweg sprach ich das fehlende Zeugnis an. "Wieso brauchst Du das Zeugnis von der 9.1? Ich dachte, 9.2, 10.1 und 10.2." meinte meine Tochter. "Ja", erwiderte ich, " ich suche ja auch das 10.1er."
"Mutter! - Das haben wir doch noch gar nicht!"
Was soll ich sagen? Ich freute mich, dass ich das Wochenende nicht mit Suchen verbringen muss. Sie ärgerte sich, dass sie viel Zeit mit Suchen verbracht hat.

 

18.01.2009

Hessenwahl. Schon wieder Koch. Wenigstens hat meine Partei, die Grünen kräftig dazu gewonnen.

Vorläufiges amtliches Endergebnis:

CDU 37,2%
SPD 23,7%
FDP 16,2%
Grüne 13,7%
Linke 5,4%
Sonstige 3,8%

 

19.01.2009

Erst nachdenken, dann meckern:
Wenn meine Tochter etwas nicht versteht, wird erst einmal Opposition eingenommen. Erst recht, wenn es nicht ihren Erwartungen zu entsprechen scheint. Also herrscht dicke Luft. Ich lasse sie am besten in Ruhe und erkläre es mit treffenden Argumenten noch einmal. Dann kommt das AHA-Erlebnis.

Noch vier Tage, dann hat mein Mann Geburtstag und ich weiß noch nicht, was ich ihm schenken soll!

 

20.01.2009

Nach stundenlangem surfen, habe ich endlich ein Geschenk für meinen Mann gefunden:
Ich schicke ihn auf den Männerspielplatz!
4 Stunden baggern, Kran fahren, mit dem Quad und einem Jeep im Matsch spielen.

 

21.01.2009

Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten. 100 Millionen soll das Ereignis gekostet haben. Clinton hat seiner Zeit nur 17 Mil. ausgegeben. Wenn die Spender bei anderen Anlässen so großzügig wären, könnte die Welt vielleicht ein wenig besser sein. Aber Spenden für die Party bedeutet ja eine VIP-Einladung zur Feier, d.h. Treffen von ganz vielen reichen und einflussreichen Leuten, die der Karriere dienlich sein könnten. Fazit: alles nur Geschäft.

 

22.01.2009

Geschäftlich Anfrage. Ausgerechnet wieder etwas, dass ich noch nie gemacht habe! Man wächst mit seinen Aufgaben! Hoffentlich.

 

23.01.2009

Happy Birthday mein Schatz! Das Geschenk hat meinem Mann gut gefallen, er freute sich wie ein kleiner Junge. Bingo!

Vorbereitung für die Party am Samstag.

 

24.01.2009

Ich sollte meinen Mann öfters bei Festvorbereitungen mithelfen lassen. Er kann super Pizzateig rollen. Nachdem ich weitere 4 Personen kurzfristig eingeladen hatte, und ich schon besorgt war, ob das Essen reicht, haben dann wieder vier Personen abgesagt. Es wurde bis 4 Uhr morgens getagt. "Schee war's!"

 

25.01.2009

"Spät war's."

Verwandschaftsbesuch: Kunst ist ein schweres Gewerbe. Die Cousine meines Mannes arbeitet im Frankfurter Kunstverein. Auf die Frage, wie sie finanziert werden, antwortet sie, dass dies ein ganz schwierige Sache sei. Gehälter und Ausstellungen werden von Mitgliedsbeiträgen getragen. Die Mitgliederzahl schrumpfe aber von Jahr zu Jahr.

 

26.01.2009

Alltag. Einsicht: Meine Tochter hat verschlafen, ich musste sie wecken und sollte Mamataxi spielen. Aus erzieherischen Gründen habe ich dies nicht getan. Wer samstags die Nacht schlaflos unter Freunden weilt, muss auch die Konsequenzen tragen. Gönnerhaft hat sie das Duschen sein lassen und ist zur Schule gelaufen, da sie ihren Bus nicht mehr erreicht hat.

Ein Autofahrer hat es geschafft seinen Wagen in das Dach einer Kirche zu fliegen!

 

27.01.2009

Der Begriff "Totes Humankapital" stammt ausgerechnet aus einer der Institutionen, die Teil des Unwort des Jahres 2008 ist: "Notleidende Banken".

 

28.01.2009

Bankenhausse : Kaum wurde in den USA verkündet, dass eine sogenannte BAD BANK faule Kredite der anderen Banken übernimmt, flogen die Aktienkurse in die Höhe; bis zu 22%.

Wie hoch ist nun die Gehaltserhöhung meines Mannes? Vor ein paar Tagen teilte ihm sein Ex-Chef telefonisch mit, dass er ihm rückwirkend ab Oktober das Gehalt erhöht hat. Auf die Frage wie viel das sei, antwortete er nur geheimnisvoll, er solle auf die Januarabrechnung schauen.

 

29.01.2009

Konfrontation mit der Vergangenheit: Ich sah das Ende eines Filmes aus den 90er Jahren, den ich damals nicht mochte. In dem Bericht, der darauf folgte, wurde dargestellt mit welcher Akrebie alle Beteiligten an diesem Streifen arbeiteten und was der Regisseur ausdrücken wollte. "Wild at Heart" hat einen Bezug zur damaligen Gesellschafts- und Umweltproblematik, die ich zu dieser Zeit ausgeblendet hatte, weil sie mir nicht gefiel (ebenso wie es die Figuren in dem Film es taten.).

Ist es heute anders? Nein. Nur ich habe mich verändert: ich ignoriere es nicht mehr.

Dekandenz in St. Moritz: Ich würde gerne wissen, wie diese Leute beschaffen sind. Wie wurden sie erzogen? Sind sie religös? Kennen sie den Sinn ihres Lebens? Wollen sie das überhaupt wissen?

 

30.01.2009

Zeugnisse

 

31.01.2009

Hans Liberg. Holländischer Musik-Comedien. Wie aus dem Trauermarsch der Hochzeitsmarsch wird. Handy-Klingeltöne sind eigentlich zwei Takte aus klassischen Musikstücken und lassen sich mit solchen auch gut kombinieren.

Der Vater meines Mannes verteilt Erbstücke aus seiner Jugend. Mein Mann erhielt - wie kann es auch anders sein - zwei alte Loks. Sein Bruder bekam eine richtig alte, schöne Laterna Magica, die mir persönlich besser gefallen hätte.